Lohnt sich Pay-TV?
Immer mehr Fernsehsender denken darüber nach, ob sie nicht ihr Programm künftig über Pay-TV ausstrahlen. Andere bieten zusätzlich einen Pay-TV-Sender an, die die Verbraucher abonnieren können. Für die Verbraucher bedeutet dies aber letztlich, dass sie zusätzlich zur Kabelgebühr auch für die Pay-TV-Programme extra zahlen müssen. Hinzu kommt noch die GEZ-Gebühr. Insgesamt gesehen sind dies für das Freizeitvergnügen Fernsehen doch recht hohe Kosten. Vor allem wenn man bedenkt, dass man doch recht wenig fernsieht. So bleibt dieser zum Beispiel aus, wenn die Familie im Urlaub ist für durchschnittlich 14 Tage bis drei Wochen im Jahr. Und auch an den in vielen Familien wieder häufiger eingeführten Spieleabenden bleibt die Flimmerkiste ausgeschaltet.
Verbrauchertypen
Ob sich Pay-TV für den einzelnen Verbraucherhaushalt nun lohnt, muss sich jeder selbst fragen. Und auch ob die Anschaffung von einem Flachbildschirm in Frage kommt. Doch vor allem hinsichtlich der Frage, ob sich Pay-TV lohnt oder nicht ist diese Frage nur für jeden Verbrauchertypen separat zu beantworten. Man unterscheidet beim Fernsehschauen vier verschiedene Verbrauchertypen.
Gelegenheitsgucker
Der Gelegenheits- oder Nachrichtengucker verbringt nämlich nur durchschnittlich zwischen 30 und 60 Minuten am Tag vor seinem Fernseher. Dieser Verbrauchertyp schaltet entweder mehr oder weniger ziellos durch die Programme. So stellt er fest, ob etwas läuft, was ihn interessiert (eine Fernsehzeitung besitzt er nicht und auch ins Internet schaut er nicht auf die einschlägigen Onlineportale). Er zappt nur im TV herum, um höchstens regelmäßig die Nachrichten anzusehen und sich darüber zu informieren, was so am Tag über in der Welt geschehen ist. Allenfalls bei herausragenden Ereignissen in der Welt (politische Umstürze oder Attentate) schaltet er auch mal länger zu. Für diese Verbraucher lohnt sich Pay-TV nicht.
Durchschnittsgucker
Eine weitere Verbrauchergruppe sind die „Durchschnitts-gucker“. Diese verbringen täglich ein bis drei Stunden vor dem Fernseher. Sie verschaffen sich meist erst einmal einen groben Überblick über die Sendungen und schalten dann gezielt. ein Programm ein, das sie aber auch von Anfang bis Ende anschauen. Doch es muss sich hier nicht immer um das handeln, was gerade im TV läuft. Auch aufgezeichnete Sendungen sehen sich “Durchschnittsgucker” über den DVD-Player häufig an. Pay-TV lohnt hier kaum. Denn entsprechende Sendungen kann man sich auch mal von Freunden aufzeichnen lassen.
Doku-, Krimi-, Serienfans
Die größte Verbrauchergruppe sind die Doku-, Krimi- oder Serienfans. Diese verpassen meist keine Folge ihrer Lieblingserie. Und davon gibt es häufig viele. Diese regeln auch ihren Tagesablauf so, dass sie zur Lieblingssendung immer zu Hause sind. Pay-TV lohnt sich für diese Verbrauchergruppe schon. Denn auch dort laufen Sendungen aus dem Bereich Doku, Krimi und Serie, meist auch ältere Folgen, die man vielleicht noch nicht gesehen hatte, weil man bei deren Erstausstrahlung im Free-TV noch kein Fan von dieser Sendung war. Aber auch sehr viele TV-Premieren finden heute schon im Pay-TV statt. Ins Free-TV kommen die Folgen dann wesentlich später. Doch es handelt sich auch hier nur um ausgewählte Sendungen, die betrachtet werden.
TV-Junky
Dann gibt es noch die TV-Junkies und Kinofans. Diese sind immer darauf aus das Neueste vom Neuen zu sehen. Pay-TV lohnt sich für diese Verbrauchergruppe auf jeden Fall. Denn diese lassen sich keine TV-Premiere im Pay-TV entgehen. Auch verfügt diese Verbrauchergruppe meist über die neueste TV-Technik.
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